© 1998 by uni jazzband halle, Klaus Schmutzer
Ulestraße 9, 061114 Halle, Telefon 03 45 / 8 04 67 04
Aufnahme und Mischung Robert Weise
Titelgrafik Rüdiger Holbein
Grafische Gestaltung Klaus Schmutzer
Alle Rechte vorbehalten

Bestellnr. UJB389801

 


Was war'n das jetze?

1

Is It True What They Say About Dixie (Gerald Marks)

3:40

 

Besetzung

2

I Can't Give You Anything But Love (Jimmy Mc Hugh)

6:43

 

Ernst Kramer tp

3

Basin Street Blues (Spencer Williams)

5:27

 

Lutz Volland cl,ts

4

Avalon (Vincent Rose)

4:24

 

Hans-Walter Lapschies tb

5

Mood Indigo (Duke Ellington)

5:12

 

Udo Bayer bj, g, voc

6

When You're Smiling (Fisher/Shay/Goodwin)

3:57

 

Ulrich Weise dr

7

Margie (Con Conrad)

6:20

 

Hans-Jürgen Herold p

8

Tin Roof Blues (George Brunies)

8:55

 

Klaus Schmutzer synt.-b, ld

9

All Of Me (Gerald Marks)

5:08

 

Unter Mitwirkung von

10

St. Louis Blues (W.C. Handy)

2:21

 

Henry Walter (Titel 1,4,8,11) tb

11

Sweet Emma (Nat Adderley)

7:49

 

Christian Stefan (Titel 1,4,8,11 ) g

 

 

 

 

 

 

Gesamtspielzeit 62:56

 

 

Aufnahmen am 17./18. Januar 1998

 

 

 

 

 


Studio Robert Weise
Saalestraße 7
06118 Halle (Saale)
Telefon 03 45 / 5 22 64 55


Booklet-Text

Liebe Freunde und Fans!
Die erste CD der uni jazzband halle habt Ihr in den Händen. Wir wünschen Euch viel Freude und Spaß beim Hören.
1960 von Studenten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegründet, hat die uni jazzband halle bisher eine lange und wechselvolle Geschichte erlebt. 1970 wandte man sich vom New-Orleans-Stil dem modernen Swing-Dixieland zu, der bis heute das Repertoire maßgeblich prägt. So orientiert sich die Band gern an der "Dutch Swing College Band", "Acker Bilk", "Chris Barber" oder Armstrongs letzter "All Star Band". Allerdings sind modernere Einflüsse, mitunter auch aus der Rockmusik, nicht zu überhören.

Höhepunkte im bisherigen Leben der Band waren gemeinsame Sessions mit Mr. Acker Bilk und Mr. Terry Lightfoot nach ihren Konzerten im Halleschen Steintorvarieté. Die Geschichten, die sich darum ranken, werden immer wieder zum Besten gegeben. Die dixiewütigen Studenten von damals sind heute immer noch Amateurmusiker, die wie im Beruf auch in der Jazzband ihr Bestes geben, um ihre Musik am Leben zu erhalten. Da ist es heutzutage bei den vielen Anforderungen des Lebens gar nicht so leicht, noch die Zeit und vor allem die Konzentration für die Musik aufzubringen.

Die Teilnahme im Hauptprogramm beim Internationalen Dixieland Festival in Dresden 1982, 1985 und 1989, Rundfunksendungen und Fernsehauftritte trugen zur Popularität der uni jazzband halle in Sachen Dixieland bei. Nach der Grenzöffnung 1990 ging's richtig los, denn im Westen war man begierig zu hören, ob die im Osten auch Musik machen konnten, z. B. zu Jazztagen in Braunschweig, in Solothurn (Schweiz), auf der Insel Borkum. in Mülheim und vielen Konzerten in zahlreichen weiteren Städten. Im Osten seit vielen Jahren von den Jazzfans geschätzt, konnte sich die uni jazzband halle im westlichen Deutschland ebenfalls einen Namen machen.

Die Bandmitglieder haben sich vorgenommen, mit der uni jazzband halle weiterhin auf die nicht mehr in weiter Ferne drohende 40 hin zu steuern. Das Jahr 2000 wird damit für die Band einige bedeutende Ereignisse hervorbringen, auf jeden Fall eine Teilnahme im Hauptprogramm des Dresdener Dixielandfestivals. Bis dahin wollen wir unsere Freunde und Fans wie gewohnt mit unserem bedeutenden Klangkörper und unserer Musik erfreuen und hoffen, dass auch sie uns die Treue halten.

Was war'n das jetze?
Diese Frage verfolgte uns in letzter Zeit, auch bei den Aufnahmen und soll somit auf dieser CD verewigt werden. Es ist dies eines der geflügelten Worte unseres plattdeutsch-sprachbewanderten Sachsen, aus Torgau stammend mit Sitz in Leipzig, Udo Bayer, der bei uns den sogenannten Eierschneider bedient. Beim ersten Mal tut's noch weh bzw. geht's doch sehr schwer. So erging es auch uns. Die ersten Gedanken an eine CD liegen schon lange zurück. Unser Freund Fritjof Boeckler aus Weferlingen gab nun den letzten Anstoß, der uns dann auch nicht wieder los ließ.
Aufnahmen im Studio waren für uns zu teuer, daher kam nur ein quasi Life-Mitschnitt in Frage. So zogen wir mit all unseren Sachen in das DVZ Halle, wo uns großzügig ein Raum für ein Wochenende zur Verfügung gestellt wurde. Mit Hilfe unseres Aufnahmeexperten Robert Weise (nicht nur eine Namensgleichheit mit unserem Schlagzeuger Uli!) entstanden so in kurzer Zeit unter für uns hervorragenden Bedingungen die Aufnahmen für diese CD, sozusagen live mitgeschnitten, leider ohne Publikum. Ein kleiner Ansporn hätte manchen Titeln sicher gut getan. Aber wie gesagt, es war das erste Mal. Es ist die uni jazzband halle, wie sie leibt und lebt, mit all ihren Fehlern, aber eben lebendig.

In letzter Zeit erfuhren wir hin und wieder Unterstützung durch den Posaunisten Henry Walter aus Leipzig und den Gitarristen Christian Stefan aus Halle, beides begnadete Musiker, die wir gern bei uns hören und die auch ebenso gern bei uns mitmachen. Beide sind bei einigen Titeln auf der CD mit dabei.

Wir bedanken uns bei der DVZ Halle GmbH für den Aufnahmeraum, bei Robert für seine Geduld, mit der er uns bei den Aufnahmen zu lenken wusste, bei Henry und Christian für ihre heroische Unterstützung und die Zeit, die sie zwischen ihren Muggen für uns fanden. Ganz herzlich danken wir unseren lieben Frauen Evchen, Elke, Uschi, Karin, Annett, Christel und Doris für ihre Unterstützung und ihr Verständnis für den hohen Zeitaufwand unseres Hobby's und grüßen alle unsere sonstigen Freunde, davon ganz besonders Fritjof aus Weferlingen, Helmut 'Bagger' aus Braunschweig, Annelie und Detlef, die Jazzclubs in Berlin-Karlshorst und Osterode, Marlis und Rolf, unsere Freunde von der Blue Wonder Jazzband Dresden.